Typ 2 Ladestecker zur gemeinsamen Norm für Europa vorgeschlagen

Die EU-Kommission in Brüssel hat sich für ein europaweit einheitliches Ladesteckvorrichtungssystem für die Elektromobilität ausgesprochen: In dem am 24. Januar veröffentlichten Richtlinien-Vorschlag wurde der von Mennekes entwickelte Typ 2 Ladestecker für den Einsatz in ganz Europa empfohlen. Dieser Vorschlag ist Teil eines Gesetzentwurfs zu einer weitreichenden EU-Kraftstoffstrategie, welcher jetzt in den europäischen Gremien behandelt werden muss.

 

 

 
 
 

Die EU-Kommission hat sich für ein europaweit
einheitliches Ladesteckvorrichtungssystem für die
Elektromobilität ausgesprochen: In dem am
24. Januar veröffentlichten Richtlinien-Vorschlag
wurde der von Mennekes entwickelte Typ 2
Ladestecker für den Einsatz in ganz Europa empfohlen.

 

Hintergrund:
Die drei weltweit genormten Systeme für Ladesteckvorrichtungen für Elektrofahrzeuge sind untereinander nicht kompatibel. Da Typ 1 lediglich einphasige Ladung zulässt, spielt er in den dreiphasigen europäischen Netzen keine Rolle. Dreiphasige Netze werden nur von Typ 2 und Typ 3 unterstützt. Europaweit gab es Befürworter für beide Systeme.
Aus Sicht der Verbraucher ist jedoch zumindest für Europa ein einziges System wünschenswert, denn nur einheitliche Anschlusstechnik ermöglicht, den Antriebsakku überall problemlos aufzuladen und so unsere Mobilität international zu gewährleisten.


Die Lösung für ganz Europa: Ladesteckvorrichtungen Typ 2 mit oder ohne Shutter sind untereinander uneingeschränkt kompatibel und erfüllen die Wünsche aller Marktteilnehmer in ganz Europa.

 

Unterschiedliche Anforderungen
Im Vorfeld haben bereits die in der ACEA organisierten 16 europäischen Fahrzeughersteller sowie Energieerzeuger und Netzbetreiber die Ladesteckvorrichtung Typ 2 favorisiert. BdEW, VDA, VDE und ZVEI haben die drei international möglichen Lösungen für Ladesteckvorrichtungen miteinander verglichen. Das Ergebnis: Typ 2 ist die einzige geeignete Lösung für Europa. Deshalb haben sie diesen als europäischen Standard empfohlen.
Aufgrund der lokalen Installationsgewohnheiten forderten einige Länder jedoch einen Shutter als Berührungsschutz nach IP XXD für Ladestationen im privaten Bereich. So bevorzugte zum Beispiel Frankreich Typ 3, da dieser über den in einigen Ländern bei Haushaltssteckdosen üblichen erweiterten Berührungsschutz verfügt. Deshalb erschien eine gemeinsame Lösung für Europa schwierig.


Die EU-Kommission hat den von Mennekes entwickelten Typ 2 Ladestecker für den europaweit einheitlichen Anschluss von Elektrofahrzeugen an Ladestationen empfohlen.
 

Ausweg aus dem Dilemma
Um den Gewohnheiten in den Ländern mit Shutter-Forderung nachzukommen, entwickelte Mennekes ein Add On zum Typ 2. Dadurch entstand ein modulares System, welches die Anforderungen aller europäischen Länder erfüllt: Dort, wo ein erweiterter Berührungsschutz nach IP XXD gefordert wird, kommt die Typ 2 Steckdose mit Shutter zum Einsatz, in den anderen Ländern lässt man den Shutter einfach weg.

Steckdose Typ 2 ohne Shutter für die meisten europäischen Länder
Die Steckdose Typ 2 erfüllt die Anforderungen an den Berührungsschutz IP XXB und entspricht damit in vollem Umfang der IEC 62196-2. Sie kann individuell in Ladestationen eingebaut werden.

Steckdose Typ 2 mit Shutter berücksichtigt Länder-Gewohnheiten
Die Steckdose Typ 2 mit Shutter berücksichtigt die Gewohnheiten in Ländern mit Shutterpflicht für Haushaltssteckdosen. Der Shutter sorgt für Berührungsschutz gemäß IP XXD. Da für die Shutter-Steckdose die gleiche Basis wie für die Standard-Ausführung verwendet wird, bietet diese alle Vorteile der Standard-Version.

Die Lösung für Europa
Ladesteckdosen Typ 2 mit und ohne Shutter sind uneingeschränkt kompatibel. Sie erfüllen somit die Wünsche aller Marktteilnehmer in ganz Europa, denn sie bieten erhöhte Robustheit und bei Bedarf auch einen erhöhten Berührungsschutz. Der Verbraucher kann sein Fahrzeug an allen Ladestationen mit einem einzigen Ladekabel aufladen.
Die Mennekes-Entwicklung überzeugte mit ihren Leistungsmerkmalen nun auch die EU-Kommission und schaffte es als Empfehlung in den Richtlinien-Vorschlag zu einer weitreichenden EU-Kraftstoffstrategie. 

Typ 2 wurde in Deutschland von Mennekes entwickelt
Die in den Normungsgremien als „Typ 2“ bezeichnete Lösung wurde von Mennekes entwickelt und Anfang 2009 als offener Normentwurf bei der IEC eingereicht. Mennekes verzichtete bewusst auf den Patentschutz für diese Steckvorrichtungen, um die internationale Normung zu ermöglichen. Auf Basis der Norm können auch andere Hersteller eigene Lösungen entwickeln.
Die Mennekes-Ladesteckvorrichtungen Typ 2 bieten im Vergleich zu den beiden anderen weltweit genormten Ladesteckvorrichtungen gleich eine ganze Reihe an Vorteilen.

Eine Steckergeometrie für alle Ladeleistungen und Ladearten
Mit einer einzigen Steckergeometrie, die nicht größer als ein 16A-CEE-Stecker ist, sind alle Ladeleistungen und Ladearten bis 63A dreiphasig abgedeckt. Die Ladesteckvorrichtungen Typ 2 sind sowohl für Gleichstrom- als auch für Wechselstrom-Ladungen geeignet. Sie ermöglichen die Ladung sowohl zu Hause an der konventionellen Schutzkontakt-Steckdose mit einem Ladekabel Mode 1 oder Mode 2 bis hin zu beschleunigten Ladungen an AC-Ladestationen mit bis zu 43,5 kW AC oder 35 kW DC mit einem Ladekabel Mode 3. Mit dem Combo-System sind sogar Ladungen bis zu 70 kW DC möglich.

Mehrstufiges Sicherheitskonzept
Damit das Laden von Elektrofahrzeugen sicher und bequem erfolgen kann, bieten die Ladesteckvorrichtungen ein mehrstufiges, redundantes Sicherheitskonzept. Hierzu gehören:

  • Wegfahrschutz: Ein eigener Stromkreis prüft, ob der Ladestecker angesteckt ist. Ein versehentliches oder nicht-autorisiertes Ausreißen des gesteckten Ladekabels ist ausgeschlossen.
  • Mechanischer Schutz: Der Ladestecker ist so ausgelegt, dass selbst das Überfahren des Steckers kein Risiko darstellt. Während Spannung anliegt, werden Stecker und Kupplung in der Ladestation bzw. im Fahrzeug verriegelt.
  • Elektrischer Schutz: Ein zum Wegfahrschutz redundanter, zweiter Stromkreis prüft, ob der Ladestecker vollständig eingesteckt ist. Nur dann wird eine Ladespannung angelegt.
  • Fehlerstromschutz: Der aus Hausinstallationen bekannte Fehlerstromschutz wird ebenfalls genutzt.
  • Überlastungsschutz: Elektrische Widerstände in den Ladesteckern kodieren den zulässigen Einsatzbereich der Stecker. 
  • Komponentenschutz: Eine intelligente Laderegelung ermittelt permanent den Strom- und Spannungsbedarf des Fahrzeugs und den Zustand der elektrischen Komponenten.

Aufgrund der umfassenden elektronischen Sicherheitsarchitektur benötigt Typ 2 unter sicherheitstechnischen Aspekten keine beweglichen Teile, die verschleißen können. Allein aufgrund der Installationsgewohnheiten in einigen Ländern gibt es Typ 2 auch mit einem mechanischen Shutter. Der Verzicht auf bewegliche Teile erhöht Kundennutzen, Dauerfestigkeit und Wartungsfreiheit des Ladesteckers.
Die Ladesteckvorrichtungen Typ 2 wurden für die unterschiedlichen klimatischen Anforderungen ausgelegt. Sie gewährleisten sicheres Laden sowohl bei Schnee und Eis in Nordeuropa als auch bei Hitze und Staub in Südeuropa.
Aufgrund der technisch und ökonomisch überzeugenderen Lösung fiel die Entscheidung der EU-Kommission zu Gunsten der von Mennekes entwickelten Ladesteckvorrichtungen.

In der Praxis erprobt
Inzwischen sind die Mennekes-Ladesteckvorrichtungen an über 10.000 Ladepunkten im Einsatz. Die Erfahrung aus vielen Pilotprojekten spiegelt sich in den aktuellen Produkten wider. Gemeinsam mit Energieversorgern und Automobilherstellern hat Mennekes Lösungen entwickelt, die das „Tanken“ der Elektrofahrzeuge einfach, bequem und sicher ermöglichen.

Mehr Informationen finden Sie auch in der Pressemitteilung der Europäischen Kommission.

 

Kirchhundem, 25.01.2013
Abdruck kostenfrei, Beleg erbeten.

Ansprechparnter Presse:
Joachim See
Aloys-Mennekes-Str. 1
57399 Kirchhundem
Tel. 0 27 23 / 41-380
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