Ladearten

  • Sicherheit und Zuverlässigkeit.

    Das Laden von Elektrofahrzeugen dauert länger als das bisherige Tanken von Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotor. Aus diesem Grund gilt für Elektrofahrzeuge: Geladen wird dort, wo man parkt. Das ist zu Hause, am Arbeitsplatz oder während des Einkaufens.
    Für die Ladung der Fahrzeugakkus  wurden unterschiedliche Konzepte entwickelt, die teilweise sogar kombiniert werden können und die ihre Vor- und Nachteile haben.

    AC-Ladung

    Die Wechselstromladung hat sich mittlerweile als Standard-Ladeart etabliert. Sie ist sowohl im privaten Bereich zu Hause als auch an Ladestationen im halb-öffentlichen sowie öffentlichen Bereich mit relativ geringen Investitionen möglich. Deshalb hat diese Ladeart auch langfristig eine Zukunft. Die Standardladung erfolgt über einen Wechselstrom-Anschluss und ist die gebräuchlichste und gleichzeitig flexibelste Ladeart. In den Ladebetriebsarten 1 und 2 ist sie an Haushaltssteckdosen oder an CEE-Steckdosen möglich. An der Haushaltssteckdose dauert die Ladung aufgrund der durch die Steckdose begrenzten Leistung je nach Akkukapazität, Füllgrad und Ladestrom bis zu mehreren Stunden.
    Im Lademodus 3 kann an Ladestationen  geladen werden. Hier sind Ladeleistungen bis 43,5 kW bei deutlich verringerter Ladezeit möglich. Insbesondere im Privatbereich ist die nutzbare Leistung durch die Absicherung des Hausanschlusses begrenzt. Ladeleistungen bis maximal 22 kW bei 400V AC werden in der Praxis wohl die obere Leistungsgrenze für Heimladestationen sein.
    Das Ladegerät ist im Fahrzeug fest eingebaut. Dessen Leistung ist an die Fahrzeugbatterie angepasst. Im Vergleich zu anderen Ladearten sind die Investitionskosten für die AC-Ladung moderat.

  • AC-Ladung

  • DC-Ladung

    Bei der Gleichstromladung wird differenziert zwischen

    ■ DC-Low-Ladung

    ■ DC-High-Ladung

    Das Ladegerät ist Teil der Ladestation. Dadurch sind DC-Ladestationen im Vergleich zu AC-Ladestationen deutlich teurer.
    DC-Ladung setzt ein entsprechendes Netz an Ladestationen voraus, die aufgrund der hohen Leistung hohe Investitionen in die Infrastruktur erfordern.
    Das Schnellladen mit hohen Strömen erfordert entsprechend dimensionierte Leitungsquerschnitte, die den Anschluss des Fahrzeugs an die Ladestation unhandlicher machen.
    Die Standardisierung des DC-Ladeanschlusses ist noch nicht abgeschlossen, die Marktverfügbarkeit ist noch offen.
    In der Praxis werden Fahrzeuge mit DC-Ladeanschluss über einen zusätzlichen Ladeanschluss für Standardladung verfügen, damit das Fahrzeug auch zu Hause geladen werden kann.

  • Die DC-Low-Ladung mit Typ 2 Steckvorrichtungen ermöglicht Ladeleistungen bis 38 kW.

  • Die DC-High-Ladung ermöglicht Ladeleistungen bis 170 kW.

  • Induktionsladung

    Die Ladung erfolgt kontaktlos über Induktionsschleifen. Der technische Aufwand und dadurch auch die Kosten sowohl für die Ladestation als auch für das Fahrzeug sind beträchtlich. Dieses System ist noch nicht marktreif und steht für den Serieneinsatz noch nicht zur Verfügung.

  • Batteriewechsel

    Der Fahrzeugakku wird an Wechselstationen gegen einen voll geladenen ausgetauscht. Man kann dann in wenigen Minuten weiterfahren.
    Voraussetzung hierfür wäre, dass die Automobilhersteller standardisierte Akkus an standardisierten Stellen im Fahrzeug einbauen müssten. Eine Standardisierung ist unter dem Aspekt der unterschiedlichen Fahrzeugtypen und Nutzungen jedoch kaum möglich.
    Die Wechselstationen müssten Batterietypen für die unterschiedlichen Fahrzeuge bereithalten, was in der Praxis genauso schwierig sein dürfte. Ein Batteriewechsel lässt sich daher heute nur in geschlossenen Flotten realisieren.


FacebookLinkedInTwitterXingYoutubeGoogle+