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Ladebetriebsarten

  • 4 Ladebetriebsarten für bedarfsgerechtes Laden.

    Verschiedene Ladebetriebsarten

    Für das sichere und bedarfsgerechte Laden von Elektrofahrzeugen wurden verschiedene Ladebetriebsarten definiert. Diese Ladebetriebsarten unterscheiden sich zum einen in Bezug auf die verwendete Stromquelle (Schutzkontakt, CEE, AC oder DC-Ladesteckdose), zum anderen in Bezug auf die maximale Ladeleistung sowie darüber hinaus in den Kommunikationsmöglichkeiten.

  • Mode 1 Ladung

    Modus für das Laden aus einer Steckdose bis max. 16 A dreiphasig ohne Kommunikation mit dem Fahrzeug. Das Ladegerät ist im Fahrzeug eingebaut. Der Anschluss ans Energienetz erfolgt über eine handelsüblich genormte Steckvorrichtung, die über eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung abgesichert sein muss.
    MENNEKES bietet keine Mode 1 Ladekabel an, da besonders bei älteren Häusern nicht sichergestellt ist, dass tatsächlich eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung installiert ist. Stattdessen empfiehlt MENNEKES die Ladung im Mode 2, die dank der Kommunikation mit dem Fahrzeug ein Plus an Sicherheit bietet.

  • Mode 2 Ladung

    Modus für das Laden aus einer Steckdose bis max. 32 A dreiphasig mit einer in das Kabel oder den wandseitigen Stecker integrierten Steuer und Schutzfunktion. Das Ladegerät ist im Fahrzeug eingebaut. Der Anschluss ans Energienetz erfolgt über eine handelsübliche genormte Steckvorrichtung.
    Für den Mode 2 schreibt die Norm eine mobile Einrichtung zur Schutzpegelerhöhung (SPE-PRCD) vor. Darüber hinaus ist für die Leistungseinstellung und zur Erfüllung der Sicherheitsanforderungen eine Kommunikationseinrichtung (PWM-Modul) mit dem Fahrzeug erforderlich. Diese beiden Komponenten sind in der Incable Control Box (ICCB) vereint.

  • Mode 3 Ladung

    Modus für das Laden an Ladestationen mit einer speziellen Ladeeinrichtung gemäß IEC 61851, der sogenannten „EV Supply Equipment”, also der Ladeinfrastruktur. Das Ladegerät ist ein fester Bestandteil der Ladestation.
    In der Ladestation sind PWM-Kommunikation, FI-Schalter, Überstromschutz, Abschaltung sowie eine spezifische Ladesteckdose vorgeschrieben. Im Mode 3 kann das Fahrzeug mit bis zu 63 A dreiphasig geladen werden.
    Dadurch ist eine Ladeleistung von bis zu 43,5 kW möglich. Abhängig von Akkukapazität und Ladezustand sind Ladungen in weniger als einer Stunde möglich.

  • Mode 4 Ladung

    Modus für das Laden an DC Gleichstrom-Ladestationen mit einer definierten Ladeeinrichtung gemäß IEC 61851, der sogenannten „Electrical Vehicle Supply Equipment” (EVSE), also der Ladeinfrastruktur, mit fest installierter Steuer- und Schutzfunktion. Das Ladegerät ist Bestandteil der Ladestation.
    Im Mode 4 kann das Fahrzeug mit zwei Steckvorrichtungssystemen geladen werden, die beide auf der Steckergeometrie von Typ 2 basieren.
    Zum einen das „Combined Charging System“ mit zwei zusätzlichen DC-Kontakten bis 200 A und bis zu 170 kW Ladeleistung.
    Zum anderen eine Steckvorrichtung mit geringerer Leistung für eine Ladung bis 80 A und bis zu 38 kW in der Bauform des Typs 2 (hierzu ist die Norm in Vorbereitung).

       


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