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Weltweit 3 Systeme

  • Eine Norm. Drei Systeme.

    Drei Systeme weltweit

    Weltweit sind drei verschiedene Steckvorrichtungs-Systeme für den Anschluss von Elektrofahrzeugen in der IEC 62196-2 genormt, die untereinander nicht kompatibel sind.
    Grundsätzlich erfüllen alle drei genormten Systeme die hohen Sicherheitsanforderungen für den Verbraucher. Die Spannung wird erst dann zugeschaltet, wenn das System erkannt hat, dass die Stecker fahrzeug- und infrastrukturseitig vollständig eingesteckt wurden, dass die Stecker verriegelt sind und dass die Schutzleiterverbindung korrekt ist. Solange eine dieser Bedingungen nicht erfüllt ist, sind die Kontakte spannungsfrei. Dieses umfassende Sicherheitssystem macht zusätzliche mechanische  Schutzeinrichtungen wie einen Berührungsschutz über die Fingersicherheit hinaus für die Kontakte überflüssig.
    Da in der IEC 62196-2 also drei Systeme weltweit zugelassen sind, sollten sich Länder respektive Regionen für möglichst eines dieser Systeme entscheiden.

  • Typ 1

    Hier handelt es sich um einen in Japan entwickelten Einphasen-Ladestecker ausschließlich für den fahrzeugseitigen Ladeanschluss. Die maximale Ladeleistung beträgt 7,4 kW bei 230 V AC. Typ 1 bietet für die dreiphasigen europäischen Netze zu wenig Möglichkeiten.

    Typ 2

    Der von MENNEKES in Deutschland entwickelte Typ 2 beherrscht alle relevanten Leistungsklassen weltweit: von der einphasigen Wechselspannung im privaten Haushalt bis zum leistungsstarken dreiphasigen Anschluss mit 63 A. Mit ihm können bei einer Anschlussspannung von 230 V einphasig bzw. 400 V dreiphasig Ladeleistungen von 3,7 kW bis 43,5 kW übertragen werden – bei identischer Steckergeometrie, die nicht größer ist als ein herkömmlicher 16 A CEE-Stecker. Typ 2 ist auch die Basis für das „Combined Charging System“ zum DC-Laden. Typ 2 Steckvorrichtungen können sowohl auf der Fahrzeug- als auch auf der Infrastrukturseite eingesetzt werden. Aufgrund der umfassenden elektronischen Sicherheitsarchitektur verzichtet Typ 2 auf einen mechanischen Berührungsschutz in Ladestecker und -kupplung. Dadurch sind Ladesteckvorrichtungen Typ 2 langlebig, robust und wartungsfrei.

    Typ 3

    Diese Variante wurde in Italien entwickelt. Sie eignet sich bei einer Anschlussspannung von 230 V einphasig bzw. 400 V dreiphasig für Ladeleistungen von 3,7 kW bis 43,5 kW. Allerdings sind für die unterschiedlichen Leistungsstufen drei verschiedene Steckergeometrien erforderlich, die nicht miteinander kompatibel sind. Das System verfügt über einen filigranen mechanischen Berührungsschutz zu den Kontakten.

  • In der IEC 62196-2 genormte Systeme

    Typ 1Typ 2Typ 3
    eine Geometrieeine Geometriedrei verschiedene Geometrien
    Einsatz nur fahrzeugseitigEinsatz fahrzeugseitig und netzseitigEinsatz nur netzseitig
    Ladeleistung bis 7,4 kW Ladestrom bis 32 A einphasigLadeleistung bis 43,5 kW Ladestrom bis 63 A ein- bis dreiphasigLadeleistung bis 43,5 kW Ladestrom bis 63 A ein-, zwei- und dreiphasig
    Für den europäischen Markt nicht relevant, da Typ 1 für die dreiphasigen europäischen Netze zu wenig Möglichkeiten bietet.Aufgrund der überzeugenden technischen Lösung vom Europäischen Parlament im April 2014 als EU-Standard verabschiedet.Teilweise in Frankreich und Italien eingesetzt aufgrund des zusätzlichen Berührungsschutzes durch einen Shutter.


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